Programm

Die nächsten Veranstaltungen

Duo DUVA

urban nordish folk

Do, 18.08.22, 20 Uhr

Duva bedeutet Taube und verbindet das Ländliche mit der Stadt – urbaner Folk.
Intensiv, mystisch, tranceartig und kraftstrotzend.

Seit drei Jahren spielen sie zusammen: Elena Schmidt-Arras (vocals / loop station / electronics) und Klaus Frech (piano / guitar / frame drum / electronics). Sie haben alte nordische Lieder behutsam neu arrangiert und lassen diese fremdartigen, bewegenden Melodien mal ganz kammermusikalisch, entrückt und spinnwebenhaft, mal in komplexen Klangschichtungen elektronisch rhythmisiert erklingen. Und während sie einige Lieder völlig in ihrer traditionellen Gestalt belassen, bearbeiten sie andere zu komplex verschachtelten Strukturen. Bei all dem bleibt die hohe gegenseitige Aufmerksamkeit, das „ganz Ohr“-Sein das Markenzeichen des Duos. Zwischendurch streut Elena ihre Soli ein, aus denen sie fein „geloopt“ köstliche Harmonien webt. Es entstehen zutiefst sinnliche Spannungsbögen, denen eine beunruhigende und berührende Magie innewohnt.

Die aktuelle Produktion Aftonsolen – der Abendsonne ein Willkommensgruß, dem Tag ein Abschiedsfest; ein Kommen und Gehen, ein Wiedersehen; ein Blick zurück, ein Spähen nach vorn; Altes trifft Neues trifft Altes…. Die Musik von DUVA ist unvergleichlich und berührt tief.

Karten für 18,- € (plus VVK) in der Husumer Schlossbuchhandlung (Tel. 04841/89214) und an der Abendkasse

 

Brücken bauen und Menschen verbinden

Konzertlesung mit Aeham Ahmad (Pianist aus den Truemmern) und Andreas Lukas (Autor) im Rahmen der Interkulturellen Woche

Sa, 10.09.22, 20 Uhr

Die Botschaft „Music for hope“, die Aeham Ahmad begleitet, führt Schicksale und Menschen zusammen. Dies ins Bewusstsein zu rufen ist die Idee zur Konzertlesung, die eine Form der Begegnung mit und innerhalb von Musik und Worten ist, bei der die Zuhörer*innen mit hineingenommen werden. Die Künstler wollen Brücken bauen für Frieden und Freiheit.

Mit Musik und Literatur werden Geschichten erzählt und Menschen zusammengeführt. Es stellt sich eine Verbindung zwischen verschiedenen Gesellschaften und Kulturen ein.  Im neuen Buch „TAXI DAMASKUS“ von Aeham Ahmad, das er zusammen mit dem Autor Andreas Lukas geschrieben hat, erhalten die Menschen in ihrem schweren Alltag in Syrien eine Stimme. Wie der Musiker und Komponist bei seinen Auftritten den Zuhörern als Mensch unter Menschen begegnet, erlebt der Leser im Buch den Taxifahrer Ahmed mit seinen Erzählungen von Mensch zu Mensch. Er widmet sich ganz den Geschichten seiner Fahrgäste, die er in seinem Taxi befördert. Manchmal sinniert er für sich über die Situation in Syrien, sein eigenes Leben als Taxifahrer und das schwierige Geschäft. Öfter packt ihn auch die Sorge, ob er mit seiner Arbeit seine Familie morgen noch ernähren kann. Und nach dem Motto des Musikers Aeham „Wer im Unbekannten das Schöne sucht, öffnet sich und wird bereichert“ kann der Leser den Taxifahrer auf seinen Touren begleiten.

Zerbrechlichkeit, Sehnsucht, Überschwang, Freiheitsdrang, Trauer, Freude – dies wird in Klaviertönen und Worten gebündelt! Damit wollen die Autoren auch ein Plädoyer für eine offene und urteilsfreie Begegnung der Menschen geben über kulturelle, nationale, politische, ethnische, religiöse und sonstige Grenzen hinweg.

Aeham Ahmad ist klassisch ausgebildeter Pianist. Er ist mit deutschen und internationalen Musikern und Musikerinnen verschiedener Stilrichtungen aufgetreten.  Seinen Stil bezeichnet er selbst als „Modern Classic Jazz Mix“ oder „World Music“. Klavier zu spielen vor einem Publikum ist für Aeham Ahmad so etwas wie ein „Zuhause“. Der palästinensisch-syrische Musiker aus Yarmouk/Damaskus hat den Beethovenpreis für Menschrechte erhalten. Er wurde als „Pianist aus den Trümmern“ über die Grenzen von Deutschland und Europa bekannt. Als er in den Trümmern von Yarmouk sein Klavier in die Ruinen der Straßen schob, um gegen Hunger, Krieg, Zerstörung und Ausgrenzung zu spielen, wurde er von dem Gedanken der Hoffnung für die Menschen getragen. „Leid und Hoffnung liegen oft nahe beieinander“, erklärt er. Seit seiner Flucht im Jahr 2015 lebt er in Deutschland, inzwischen mit seiner Familie. Bei seinen zahlreichen Konzerten begeistert er die Zuschauer immer wieder mit der Intensität seiner Lieder und der Virtuosität seines Klavierspiels.

Andreas Lukas, aufgewachsen im Saarland, promovierte in Politikwissenschaft. Er ist als Autor und freier Journalist tätig und Mitglied der literarischen Gruppe 48“. Sein zweiter Roman „Die ungleichen Gleichen“, die Begegnung zweier junger Menschen, sie auf dem Lande aufgewachsen, er Flüchtling, führte ihn mit dem Musiker aus Damaskus zusammen. Daraus ist das gemeinsame Buch TAXI DAMASKUS entstanden. Im Dezember 2019 war er für den Radio-Sonderpreis zum Berliner Literaturpreis „Wortrandale“ nominiert und erreichte die „Best of …“ bei „Literatur zwischen den Jahren“ 21/22 von radio889fmKultur. Beim Hildesheimer Lieratur-Wettbewerb 2022 gewann der den Publikumspreis.

Eine Kooperationsveranstaltung von Kirchenkreis Nordfriesland, Diakonischem Werk Husum und dem Kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche

Vorverkauf ab 15.8.22. Tickets für 12,- € (plus VVK) in der Husumer Schlossbuchhandlung oder für 15,- € an der Abendkasse.

Talismann. Figurentagebuch

Buchvorstellung im Rahmen der

38. Pole Poppenspäler Tage

Mi, 21.09.22, 16 Uhr

Hier wird ein Produkt vorgestellt, das eine lange Entwicklungsphase hinter sich hat – schöpferisches Tun braucht Muße und Zeit.

Jeder, der Figurentheater kennt und schätzt, weiß, dass Figuren uns ohne Worte viel sagen können. Wir freuen uns sehr, dass der Maler, Autor und Restaurator Dietmar Schwenck einige Marionetten aus dem Poppenspäler Museum nicht nur restauriert hat, sondern sie auch malend in sein Tagebuch „Talisman“ aufnahm. Begleiten Sie ihn bei seinem Dialog mit den Figuren und erfahren Sie mehr über den Werdegang des Buches im Gespräch mit dem Autor Dietmar Schwenck und mit Reinhard Jablonka, der das Tagebuch in eine druckbare Fassung übertrug.

Karten gibt es im Vorverkauf im Poppenspäler Büro (Schloss vor Husum). Preis: 3,- €. Für Mitglieder des Pole Poppenspäler Förderkreises ist der Eintritt frei (bitte Freikarten im Festivalbüro besorgen und nicht unangemeldet kommen).

 

Buchtitel